


Bei der Betrachtung des UFZ-Dürremonitors vom Helmholtz Zentrum für Umweltforschung, den Temperaturverläufen der letzten Jahre oder der Entwicklung der Anzahl von Hitzetagen sollte deutlich werden, dass die Städte – egal ob groß ob klein – sich den stattfindenden und in Zukunft vermutlich stärker werdenden Klimaveränderungen anpassen sollten. Jena hat sich diesbezüglich schon früh auf den Weg gemacht und bereits 2012 die Jenaer Klimaanpassungsstrategie (JenKAS) veröffentlicht. Dafür wurden die lokalklimatischen Gegebenheiten vom Thüringer Institut für Nachhaltigkeit und Klimaschutz (ThINK) umfassend erforscht und Anpassungsmaßnahmen beziehungsweise Handlungsempfehlungen konkretisiert. Darauf aufbauend wurde 2024 das Jenaer Stadtklimakonzept als vertiefte Fortführung von JenKAS beschlossen. Hauptfokus in beiden Konzepten liegt auf der Wärmebelastung in der Stadt aufgrund der topografischen Lagebedingungen. Abgeleitet aus den klimatologischen Analysen, inklusive der Stadtklimamodellierung mit verschiedenen Szenarien, wurden Bewertungs- und Planhinweiskarten entwickelt, die besonders gefährdete Stadtgebiete identifizieren und somit validierte Prioritätensetzung ermöglichen. Zudem konnten Bürgerinnen und Bürger bei der Erarbeitung des Klimaaktionsplans (2022) über eine Ideenkarte defizitäre Orte und Lösungs-/Anpassungsvorschläge für den Klimaschutz und die Klimaanpassung einbringen. Konkrete Anpassungsbeispiele oder einen Kurzüberblick zur Erstellung der Konzepte gibt es folgend in der Broschüre Fallbeispiele zukunftsfähiger Stadtentwicklung 2024 (https://stadtentwicklung-thueringen.de/download/fallbeispiele-zukunftsfaehiger-stadtentwicklung-2024/?tmstv=1744289882, letzter Aufruf: 23. Juni 2025) ab Seite 68.
Quelle: Thüringer Ministerium für Digitales und Infrastruktur (2024): Fallbeispiele zukunftsfähiger Stadtentwicklung 2024. Online: https://stadtentwicklung-thueringen.de/download/fallbeispiele-zukunftsfaehiger-stadtentwicklung-2024/?tmstv=1744289882, letzter Aufruf: 23. Juni 2025
Dokumentationsstand: 2024
Weitere Projektbeispiele zum Handlungsschwerpunkt: Qualifizierung und Vernetzung städtischer Grünflächen und blauer Infrastruktur
- Jena: Klimaangepasster Stadtumbau für resiliente Städte

- Nordhausen: Modellhafte CO2-Bilanz für Freiraumplanung

- Nordhausen: Klima- und ressourcenschonender Stadtumbau

- Eisenach: Schulhofzisternen zur Bewässerung des Georg-Philipp-Telemann-Platzes

- Berlin: Umsetzung des Schwammstadt-Konzepts im Neubauquartier „Rummelsburg“

- Wassersensible Stadtentwicklung – Mehr als nur Hochwasserschutz

- Bad Salzungen: Mit Grün- und Wasserflächen für mehr Aufenthaltsqualität

- Erfurt: Bauliche Nachverdichtung mit viel Grün

- Gartenschauen mit nachhaltigen Beiträgen zur Stadtentwicklung

- Leinefelde-Worbis: Grünes Rückgrat durch die Stadt

- Meuselwitz: Aus der Altstadt in den Park oder zum See

- Bad Langensalza: Grüner Ring um die Altstadt
