
Im Rahmen der Städtebauförderkulisse „Soziale Stadt“, die nun unter dem Titel „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ fortgeführt wird, hat sich das Quartiersmanagement in Jena-Lobeda etabliert. Es ist im Stadteilbüro in der Galerie in Lobeda-West ansässig, fungiert als Anlaufstelle für alle Bewohnerinnen und Bewohner und wird vom KOMME e. V. betrieben. Stadtraumprägende Elemente aus organisierten Events zur Stärkung der Bewohneridentifikation sind heute teilweise noch sichtbar und unterstreichen den positiven Einfluss des Stadtteilmanagements in Bezug auf die Quartiersentwicklung und die Einbeziehung der Anwohnenden. Für die Umsetzung kultureller Aktivitäten stellt das Stadtteilbüro einen Aktionsfonds aus Städtebaufördermitteln zur Verfügung.
Ebenfalls unter dieser Kulisse wurde 2009 der KuBuS, ein Zentrum für Kultur, Begegnung und Sport, als Modellvorhaben eröffnet. Die Idee dazu kam vom Fachdienst Stadtentwicklung, den Kommunalen Immobilien Jena und dem KOMME e. V. Dabei entstanden attraktive und flexible Räumlichkeiten für Kurse, Veranstaltungen, Probemöglichkeiten und Projekte durch die Sanierung und Umgestaltung des ehemaligen Jugendzentrums. Hier befindet sich auch das Jenaer Mehrgenerationenhaus. Die Einrichtung ist zudem über das Jenaer Integrationsbündnis als interkulturell geöffnete Einrichtung zertifiziert.
Bereits seit 1998 ist das Stadtteilzentrum LISA (Lobedaer Informations-, Spaß- und Aktionszentrum) in Betrieb. Die ehemalige, 1992 geschlossene, Kinderbetreuungseinrichtung wurde zu einem Multifunktionszentrum umgebaut. Seither liegt der Fokus der Einrichtung auf der Schaffung von stadtteilbezogenen, bürgernahen, bedarfsorientierten sozial-kulturellen Angeboten, die in Kombination mit ehrenamtlichem Engagement und der Vernetzung unterschiedlichster Menschengruppen in Bezug auf Alter, Herkunft oder weltanschaulicher Orientierung umgesetzt werden. Die Betreuung dieses Bereichs erfolgt durch JenaKultur.
Darüber hinaus sind für Senioren und pflegebedürftige Menschen sechs offene Begegnungseinrichtungen in freier Trägerschaft und Kooperation mit den Wohnungsunternehmen vorhanden.
Quellen: Stadtumbau-Besuch; Stadt Jena (Hrsg.) (2020): Schriften zur Stadtentwicklung N°15: Jena-Lobeda – Ein Stadtteil im Wandel, 100 Seiten. Online: https://planen-bauen.jena.de/system/files/2020-11/Brosch%C3%BCre%20Lobeda%2022-07-2020%20klein.pdf, letzter Aufruf: 13. November 2024
Redaktionsstand: 2024
Weitere Projektbeispiele zum Handlungsschwerpunkt: Soziale Integration
- Leinefelde-Worbis: Stadtteilmanagement in der Südstadt für „Sozialen Zusammenhalt“ über gleichnamige StBF-Kulisse
- Erfurt – Magdeburger Allee: Stabilisierung sozial benachteiligter Gebiete
- Jena-Lobeda: „Soziale-Stadt-Kulisse“ mit zahlreichen Begegnungszentren
- Weimar-West: Quartiersmanagement und Bürgerzentrum
- Heilbad Heiligenstadt-Auf den Liethen: Begegnungsstätte für soziale Integration
- Schmalkalden-Walperloh: Stadionbereich als Standort für neues Stadtteilzentrum
- Artern: Quartiersmanagement ThINKA über Europäischen Sozialfonds